Der syrische Goldhamster

Ein Goldhamster in der Wildfarbe    Quelle:wikipedia.org
Ein Goldhamster in der Wildfarbe Quelle:wikipedia.org

Größe:15-19 cm

Gewicht:Variiert zwischen 80-190g

Gattung:Mittelhamster

Wildfarbe:goldbraun, weißer Bauch, Hals und Kinn, schwarze Stellen

Aktivität:in der Natur dämmerungsaktiv, in der Heimtierhaltung nachtaktiv

Alter:2-3 Jahre

Herkunft:Aleppo Nord-Syrien

Wissenschaftlicher Name:mesocriectus auratus

Herkunft und Entdeckung

 Der Goldhamster ist in der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien verbreitet.Ursprünglich kommt der Hamster aus Nord-Syrien, aus der fruchtbaren Hochebene Aleppo. Er wohnt dort auf Feldern, die ihn mit Nahrung versorgen. In Syrien ist der Goldhamster ein Schädling,  weil er sich auch oft seine Bauten an Feldrändern von Menschen errichtet, und somit die angebauten Körner etc. sammelt und in seinem Bau lagert.

Sein Bau liegt 40-90cm unter der Erde. Dadurch ist es dort immer angenehm kühl. Das hilft dem Hamster denn in Syrien ist es tagsüber sehr heiß. Ein Hamster hat im Bau 3-5 Kammern.Eine Nistkammer, eine Toilettenkammer und  1-3 Vorratskammern.

Der syrische Goldhamster wurde 1797 das erste Mal von Patrick Russel in der Literatur erwähnt.

1839 wurde der Goldhamster dann von G.R. Waterhouse beschrieben.

Doch erst nach 91 Jahren, also 1930, wurde von Professor Aharoni ein Goldhamsterweibchen mit ihren Jungen ausgegraben. Viele von ihnen starben, aber ein Weibchen und drei Männchen überlebten . Innerhalb von einem Jahr hatten diese Hamster 150 Nachkommen.

Von dieser Geschwisterverpaarung stammen wohl alle Goldhamster in der Heimtierhaltung ab.

1945 wurde dann in England der erste Hamster-Club gegründet.

"Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen" von Konrad Lorenz, aus dem Jahr 1949, war eines der Bücher in den der Hamster erwähnt und beschrieben wurde.

In Jahr 1949 kamen auch die ersten Goldhamster zu uns nach Deutschland, und seit dem wohnen sie nun hier, seit 72 Jahren.

Winterschlaf

 Wenn die Temperatur dauerhaft unter 8°C ist, geht der Goldhamster in den Winterschlaf. Sie senken ihre Körpertemperatur auf das Minimum, genauso wie ihren Herzschlag, damit sie so wenig wie möglich Energie verbrauchen. Hin und wieder wachen sie auf um etwas von ihren Vorräten zu fressen.

In Gefangenschaft hält der Goldhamster keinen Winterschlaf, da unsere Wohnungen und Häuser normalerweise beheizt werden. Man sollte den Winterschlaf NIE provozieren, da das Einschlafen und absänken der

Herzschläge etc. ein enormer Stress für den Goldhamster ist!

Aktivität

In der Natur sind syrische Goldhamster dämmerungsaktiv. Das schützt sie vor nachtaktiven Jägern, denn Hamster passen in das Beuteschema vieler Tiere. Sie gehen dann auf Futtersuche. Denn in ihrer Heimat sind nur 3-4 Monate Erntezeit. In allen anderen Monaten kann der Hamster gar kein oder wenig Futter finden.

In der Heimtierhaltung sind Goldhamster nachtaktiv. Bitte wecke deinen Hamster nicht, du möchtest ja auch nciht mitten in der Nacht geweckt werden, oder? Die Aufstehzeiten variieren zwischen 18-24 Uhr. Diese können sich aber je nach Alter und Jahreszeit ändern.

Goldis leben lieber alleine!

Goldhamster sind und bleiben Einzelgänger!

In der Natur treffen sich Hamster nur zu der Paarungszeit, wenn das Weibchen aber nicht in Deckbereitschaft ist, wird das Männchen schnell vertrieben.

Hamster dulden in ihrem Revier keinen anderen Hamster, denn sonst würden sie nicht mehr genug Futter sammeln können, und könnten nicht überleben.

Färbungen

Mittlerweile gibt es eine Vielfalt an Hamsterfärbungen. Doch die Bekannteste ist immer noch Wildfarben(  s.o.). Es gibt einfarbige Hamster, Schecken, dreifarbige Tiere und auch Weißband.

Sie alle haben unterschiedliche Namen, die meistens Englisch sind.

Ernährung

Viele denken Hamster sind Vegetarier, stimmt aber gar nicht. Die Ernährung besteht aus Kräutern, Gräsern, Körnern aber auch aus Insekten. Diese liefern wichtiges Eiweiß und Nährstoffe.

In der Heimtierhaltung gibt man dem Hamster aber auch oft gekochtes Eiweiß, Quark Frischkäse oder getrocknete Insekten.


Geschlechter

Eine Geschlechterkennung bei jungen Tieren, ist am einfachsten, wenn man den direkten Vergleich hat. Bei einem Weibchen ist der Abstand zwischen After- und Geschlechtsöffnung wesentlich kleiner als bei einem Männchen.

Bei Männchen kann man einen Hodenansatz erkennen, bei Weibchen kann man die Zitzen erkennen, die in zwei Reihen sind.

Während Böcke( Männchen) ein spitzzulaufendes Hinterteil haben, ist es bei Weibchen eher rund und das Becken ist breiter.

Wenn die Tiere älter sind, geht alles viel einfacher. Männchen haben nun klar erkennbare Hoden, und bei Weibchen sieht man deutlich die Zitzen und den runden Po.

Achtung: Bei Männchen schwellen die Hoden im Sommer an um sich zu kühlen . Das ist keine Entzündung etc.

Der Teddyhamster

Teddyhamsterweibchen
Teddyhamsterweibchen

Der Teddyhamster ist keine eigene Art für sich, er ist regelrecht eine Zuchtform des Goldhamsters.

Er hat langes weiches Fell, und wird deswegen Teddy- oder auch Angorahamster genant.

Böckchen haben wesentlich längeres Fell als Weibchen. Bei Weibchen ist es oft so, das sie nur am Hinterteil ein paar "Puschel" haben.

Bei Teddyhamstern sollte man das Fell regelmäßig Kontrollieren, ob sich das Fell verfilzt hat. Wenn ja versuche es zuerst mit vorsichtigen Kämmen, wenn es dem Hamster nicht gefällt oder es nicht klappt, hilft oft nur die Schere.

Da auch gerne mal Streu im Fell hängen bleibt, ist es zu empfehlen Hanfstreu zu benutzen, da dieses glatter ist als normales Kleintierstreu.